Purinarmes Hundefutter – Damit Ihr Hund wieder gesund wird und gesund bleibt

Die Nahrung des Hundes ist sehr wichtig, damit er gesund sowie tatkräftig bleibt. Manchmal ist es besonders wichtig, auf die Inhaltsstoffe beim Hundefutter zu achten, zum Beispiel im Falle einer Leishmaniose. Bei erkrankten Hunden sollte ein purinarmes Hundefutter dem Hund gegeben werden. 

Bedeutung von Purin

Purin bezeichnet eine organische Vereinigung, die bei Menschen und bei Hunden für die Errichtung neuer Zellen und Erbgut bedeutend ist. Viele Lebensmittel beinhalten Purin, so beispielsweise verschiedenen Fleischsorten. Bei Senkung von Purin wird Harnsäure hergestellt. Purinarmes Hundefutter ist bei Hunden, die krank sind, sowie bei Hunden mit einem Gendefekt empfehlenswert.

Purinarmes Hundefutter bei Leishmaniose

Die Krankheit Leishmaniose wird von der Sandmücke übertragen, die die Krankheitserreger in sich trägt und an den Hund übergibt. Wenn ein Hund an Leishmaniose erkrankt, ist diese Krankheit leider nicht mehr komplett heilbar. Die Anzeichen von Leishmaniose können unter anderem Fieber, Durchfall, Ausschläge, Blut im Kot, übermäßiges Krallenwachstum sowie Schwellungen der Lymphknoten sein. Ohne eine Behandlung kann der Hund an Nierenversagen sterben.
Zur Behandlung von Leishmaniose gibt man den Hunden normalerweise den Wirkstoff Allopurinol. Dieser Wirkstoff wehrt das Synthetisieren von Purin ab. Die Leishmanien brauchen diesen Nährstoff und ohne ihn können sie sich nicht weiter ausbreiten. Dadurch lässt sich Leishmaniose zwar nicht heilen, aber ihr Fortschreiten wird abgewehrt. Allopurinol beeinträchtigt das Enzym Xanthinoxidase, welches für die Reduzierung von Purin im Körper des Hundes nötig ist. Daher kann es zu Blasensteinen sowie zur Blasenentzündung kommen. Damit das nicht geschieht, sollte man Hunde purinarmes Hundefutter unbedingt geben.  Empfehlenswert ist purinarmes Hundefutter mit Insektenprotein. Insektenprotein beinhaltet kaum Purin. Es gibt zwei verschiedenen Arten: Trockenfutter und Nassfutter.

Purinarme Ernährung

Eine vollständig purinfreie Nahrung ist bei den Hunden fast unmöglich. Sehr purinhaltige Nahrungsmittel sind unter anderem: Innereien, wie beispielsweise Herz, Leber und Niere; Haut; Pferdefleisch; Thunfisch; Erbsen und weiße Bohnen; Bierhefe; Getreideflocken und Nüsse; Kohl. Diese Lebensmittel sollten bei einer purinarmen Ernährung des Hundes vermieden werden.
Folgende Nahrungsmittel haben weniger Purine: Eier; Milchprodukte; Reis; Nudeln; Kartoffeln; Gemüse; Muskelfleisch; Geflügelfilet; Fischfilet.
Man kann selber kochen, um den eigenen Hund purinarm zu ernähren. Generell sollte man weniger Fleisch verwenden, und wenn, dann reines Muskelfleisch. Wichtig ist, dass der Hund mit Eiweiß versorgt bleibt, daher sich Milchprodukte wie beispielsweise Quark oder Joghurt empfehlenswert. Eine purinarme Ernährung sollte ebenfalls phosphat- sowie oxalsäurearm sein. Auf diese Weise werden die Nieren unterstützt. Das Hundefutter sollte demnach keine Rote Beete, Petersilie, Spinat, Spargel, Amaranth und Mangoldenthalten. Wenn man nicht selbst kochen möchte, gibt es Fertigfutter, die purinarm sind: https://www.sanoro.de/hundenahrung/spezialfutter-sensitiv-leishmaniose/.